Berlin | Als gäb’s kein Morgen

Am Donnerstag, den 6. Nov um 19 Uhr ist die Vernissage der Fotoausstellung “Berlin | Als gäb’s kein Morgen”, die vom 7. November bis zum 15. Januar. 15 Studenten tragen zu diesem Titel ihre Fotos und damit ihre Sicht auf Berlin bei.
Ort:
Kunstallianz 1 Berlin
An den Treptowers 3
12435 Berlin
(S-Treptower Park)
Das Thema der Ausstellung ist Berlin. Wir wollen unsere subjektive Sicht auf diese Stadt in unseren Bildern deutlich machen. Der subjektive Aspekt bestimmt maßgeblich das Ausstellungskonzept. Denn uns wurde sehr schnell bewußt, daß wir kein allgemein gültiges, werbetaugliches Berlin-Bild vermitteln werden. Jeder hat seine eigenen Berlin-Erfahrungen, sein spezielles Verhältnis zur Stadt. Was aber für alle gleichermaßen auffällig ist, sind die stetigen Veränderungen, die Um- und Aufbrüche, die hier statt finden.
Auch wenn die Euphorie des Mauerfalls und der Wendezeit sowie das Interesse an diesen spektakulären Ereignissen nachgelassen hat und Teil der Geschichte geworden sind, scheint doch die Vitalität der Stadt ungebrochen zu sein. Alles ist in Bewegung, unfertig, dynamisch, flüchtig. Den vielfältigen Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.
Das zeichnet Berlin aus, erklärt die Attraktivität der Stadt für Auswärtige. Das von uns sehr stark empfundene Jetzt-Gefühl, welches Berlin ausstrahlt, soll Tenor der Ausstellung sein. Wir wollen ein möglichst umfassendes Zeitbild schaffen, indem wir die unterschiedlichsten Aspekte des Hier und Jetzt im Bild festhalten, also eine “Momentaufnahme” von Berlin erstellen. Das bezieht sich sowohl auf den Stadtraum, als auch auf die verschiedenen Lebensentwürfe seiner Bewohner.
Der Titel “Als gäb’s kein morgen” ist also gleichzeitig auch Programm. Zur Realisierung unseres Vorhabens haben wir möglichst viele Facetten dieser Stadt ins Bild gebracht, um so das breite Spektrum widerspiegeln zu können, das für Berlin typisch ist. Der Focus ist dabei auf das Verhältnis der Bewohner zur Stadt gerichtet. Es gilt also, typische, für das Verhältnis charakteristische Momente festzuhalten, Kurioses gegen Banales, Singuläres gegen Alltägliches zu setzen.
Die Themenbereiche sind breit gefächert, reichen von architektonischen Attraktionen oder skurrilen Eigenheiten wie Brachflächen über improvisierte Imbißbuden, Straßenszenen bis hin zu einer direkteren Auseinandersetzung mit dem Menschen. Dabei liegt das Augenmerk auf der Subjektivität der fotografischen Sicht. Doch nicht nur das breite thematische Spektrum, sondern auch die unterschiedlichen fotografischen Handschriften garantieren einen differenzierten, vielseitigen Blick auf Berlin.



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