Mail an die (F)HTW-Pressestelle

Nach über einer Woche ist das Logo immernoch online.
Ich habe mich in meiner jugendlichen Leichtigkeit dazu hinreißen lassen eine Mail an die Pressestelle zu schicken:
Guten Tag,
vor ein paar Tagen wurde ich auf das neue “Übergangslogo” der FHTW hingewiesen und bin, gelinde gesagt, entsetzt.
Ich studiere seit anderthalb Jahren an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft, die demnächst das “Fach” streichen darf, was ich sehr spannend finde. Weniger spannend finde ich die notdürftige Lösung, die auf der Internetseite dafür sorgt, dass großflächig für verspanntes Schulterzucken bei den Studenten sorgt, wenn man sie darauf anspricht auf welcher Hochschule sie denn nun studieren. Gerade im Fachbereich 5, ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass dieser Bereich der kreativere Teil der Hochschule darstellt, ist man geneigt “UDK!!!” zu flüstern, wenn man die Frage nach dem Studiumort stellt.Warum dies so ist, wird mit zwei großen, roten Linien auf der (F)HTW-Seite unterstrichen.
Der Internetauftritt ist einer von vielen Repräsentations- und Identifikationsmöglichkeiten unserer Hochschule, aber mit dem – entschuldigen Sie bitte meine Wortwahl – lapidaren Durchstreichen des Fs, stellt sich die Frage, wie professionell wir nach außen wirken möchten.Ich denke, dass ich nicht nur für den Fachbereich 5 spreche, wenn ich frage wer dafür verantwortlich ist, warum es immernoch online ist und ob es die Möglichkeit gäbe einfach nur das “F” abzuschwächen, ganz zu löschen, oder wenigstens mit unserem GRÜN durchzustreichen.
Ich bedanke mich schon vielmals im voraus für Ihre Antworten, und verbleibe mit freundlichen Grüßen,
M. Bunge
Sollte es euch ebenfalls überkommen, bitte: pressestelle@fhtw-berlin.de
UPDATE
Ich habe tatsächlich eine Antwort erhalten, die ich lieber nicht hier veröffentlichen möchte, da sie höchstwahrscheinlich unter das Briefgeheimnis fällt und Außenstehenden nichts angeht.
Ich möchte nur soviel verraten: Ich bin etwas sprachlos!



Ich finde es viel schlimmer, dass “Gestaltung” nicht Bestandteil des Namens ist…
schön so mag ich den malcolm…das schreit doch nach na mail flut *huster*
gelinde gesagt, löst sich das problem doch bald selbst.
aber nadine hat recht. wieso bekommen wir so wenig anerkennung zugesprochen?
ohne uns wär die fhtw doch nur halb so cool.
steffen
Nur halb so cool?
is ja völlig egal ob sich das problem bald von alleine löst, ich versteh nur nich warum man dieses ding überhaupt so online gestellt hat…natührlich kann man jetzt sagen sie haben das nur gemacht damit wir uns drüber aufregen und somit haben sie erreicht das wir jetzt auch alle wissen das wir ab dem ss ne htw sind. allerdings wie malcolm schon in seiner beschwerde schreibt hätte man diese ankündigung auch eleganter lösen können…das hat für mich einfach was mit ästhetik und aussenwirkung zu tun. und jeder der sich mit gestaltung beschäftigt wird sich über diese lösung totlachen.
Das ist doch nur ein Übergangslogo! Also keine Panik! Ich finde es ok, wenn es einen Monat lang so aussieht und dann das neue Logo auf die Seite kommt. Einen Namens-Wechsel und damit auch einen Image-Wechsel muss man schon deutlich kommunizieren damit es auch alle
mitkriegen [Corporate Communication]. Natürlich bin ich auch der Meinung, dass das Übergangslogo besser sein und »Gestaltung« ein Teil des Namens sein sollte. Allerdings ist unsere Hochschule ein fetter, behäbiger, bürokratischer Apparat. Und jede noch so kleine Veränderung braucht Jahre bis sie durch ist.
bei dem Vorletzten Satz hatte ich eigentlich gedacht, dass ein “Deswegen sieht das so aus” dahinter kommt. Dein letzter Satz ist aber auch richtig..
Was hätten wohl unsere Prof.´s zu diesem Logo gesagt, wenn wir dies im ersten Semester angeschleppt hätten?
Ich nehm an: “Das geht ja gar nicht!”
Auch Übergangsdinge sollten vielleicht ein wenig eleganter gelöst werden. Im Moment wirkt es, als hätten wir irgendetwas falsch gemacht und bekommen nun ´ne schlechte Note, kann man nur hoffen das es nicht zu viele Leute sehen und es sich doch nur um ein kurzes aber schlechtes Hirngespinnst handelt.
ZU E:
Einen Namens-Wechsel und damit auch einen Image-Wechsel muss man schon deutlich kommunizieren damit es auch alle
mitkriegen [Corporate Communication] ???
Sorry, aber ich hoffe, dieses Logo, bekommen nicht allzu viele Leute zu Gesicht! …ansonsten bin ich deiner Meinung!
Übrigens, die Art und Weise welche man Studenten entgegenbringt die sich für die (F)Hochschule Interessieren und Einbringen, um ein gutes Bild nach Außen zu vermitteln, finde ich einfach nur unverschämt!
Ich glaube, der Sinn und Zweck des Logos mit durchgestrichenem F ist Euch nicht ganz klar. Es gibt natürlich bereits ein neues HTW-Logo, das ab dem 1. April verwendet werden wird, auch im Web. Da bis dahin auf verschiedenen Wegen kommuniziert werden soll, dass es die besagte Namensänderung geben wird (es soll nämlich noch immer Hochschulmitglieder geben, die davon nichts mitbekommen haben), wird temporär das Logo mit durchgestrichenem F auf der Startseite verwendet – und nur dort. Es soll als Eyecatcher dienen, und ist direkt mit einer Unterseite verlinkt, die über die Namensänderung informiert. Auf allen anderen Unterseiten der Website steht nach wie vor das normale FHTW-Logo. Anders geht es auch garnicht, denn der neue Name gilt erst ab 1. April.
Es soll damit lediglich gesagt werden “Achtung: Bald ändert sich was, das F fällt weg! Klickt mal drauf und informiert Euch”. Und dieses Ziel wird mir der Durchstreich-Lösung bestens erreicht. Klar ist das so kein tolles Logo. Soll es auch nicht sein, und das behauptet auch keiner. Aber die Vorschläge, das F einfach wegfallen zu lassen, oder abzuschwächen, oder mit grün durchzustreichen, sind einfach für diesen Zweck wenig sinnvoll und teilweise auch inhaltlich falsch. Ganz bewusst wurde auch noch das alte Logo unter dem roten Kreuz so belassen, d.h. es steht noch immer Fachhochschule dort, denn das neue HTW-Logo darf dort noch nicht erscheinen. Es geht also wirklich nur um Aufmerksamkeit. Natürlich kann man sich über Gestaltung immer streiten, aber objektiv betrachtet ist die Durchstreich-Variante inhaltlich am passendsten, und optisch bei weitem nicht so schlimm wie hier behauptet wird. Mit Unprofessionalität hat das rein garnichts zu tun.
Sind Durchstreichungen gerade mordern und hip? Vielleicht nicht, aber darauf kommt es ja auch garnicht an. Gerade im Corporate Design muss man mit Geschmäcklerischem ganz vorsichtig sein, da erzähle ich Euch sicher nichts Neues. Es ist in erster Linie wichtig, dass etwas richtig verstanden wird, und das ist mit der Durchstreich-Variante auf der Website erreicht, wie man an der positiven Resonanz ablesen kann. Und außerdem sieht es auch alles andere als schlecht aus, sorry, da könnt Ihr sagen was Ihr wollt.
Wenn man bedenkt, dass zur Übergangzeit noch Aktionen geplant sind, bei denen an den Standorten der FHTW ausgewählte Give-Aways verteilt werden (Gummibären, Pfefferminzpastillen, Schokolade etc), auf denen dann demonstrativ das F mit einem roten Stift durchgestrichen wird, ist das rote Kreuz auf der Website nur konsequent.
Macht Euch mal locker, auf der Welt gibt es genügend Gestaltungssünden, die wirklich Eure Aufmerksamkeit verdienen. Natürlich ist es gut und wichtig, dass solche Sachen kontruktiv diskutiert werden, das ist sicher auch im Sinne der FHTW-Pressestelle. Aber ein Missverständis sollte nicht die Basis einer solchen Diskussion sein.
an christian
mir persöhnlich ist schon klar was mit diesem durchgestrichnen f kommuniziert werden soll und ich glaub es hat auch jeder mitbekommen, dass das neue logo dem CD entspricht und kein Kreuz und kein f mehr vorhanden ist.
denoch kann ich aussagen wie “…dieses Ziel wird mir der Durchstreich-Lösung bestens erreicht…Klar ist das so kein tolles Logo. Soll es auch nicht sein, und das behauptet auch keiner…” nicht nachvollziehen.
Denn auch wenn die FHTW groß ist und es verschiedensten Studiengänge gibt, sollte darauf geachtet werden das sich die Studenten damit identifizieren können. Das sich Studiengänge wie BWL, Elektrotechnik, Umwelttechnik etc. nicht weiter gedanken über solch eine Art von “Eyecatcher” machen is dabei ja auch nicht weiter schlimm…eher normal. Doch da es nun mal den Fachbereich Gestaltung in der FHTW gibt, bin ich der Meinung hätte man im Vorfeld sich mehr gedanken über die Kommunikation dieser Aktion machen können. Den ein Kreuz ist wahrlich keine so starke Idee wie du hier meinst und erst recht nicht in dieser Umsetzung.
Im Übrigen kommuniziert mir dieses Kreuz in keinster Weise das ich darauf klicken kann um Informationen über das neue Logo und den Namen zu erfahren. hier würde mich mal stark interresieren wer von euch, nur wegen des Kreuzes auf das Logo geklickt hat. (aber das nur mal am rande)
Und um den Gestaltern der FHTW noch schön ans bein zu pissen kommen dann noch Kommentare wie “…Macht Euch mal locker, auf der Welt gibt es genügend Gestaltungssünden, die wirklich Eure Aufmerksamkeit verdienen…” Mal ganz ehrlich das darf nicht der Anspruch sein, wie man mit der Ausenwirkung einer so großen Einrichtung wie die FHTW umgehen sollte.
“Klar ist das so kein tolles Logo. Soll es auch nicht sein, und das behauptet auch keiner…”
na dann wird es ja seinen ansprüchen gerecht.
was das rote kreuz für mich allerdings noch kommuniziert ist (finde ich) das gefühl des inhaltlichen streichens. es wirkt, als wurde der rotstift angesetzt um kosten und somit auch inhalte zu sparen. das kann doch nicht im richtigen sinne sein. der anspruch klarster verständlichkeit ist, im gegensatz zu dem ein logo zu entwerfen, was optisch
nichts hermachen “soll” also missglückt.
sicher wird der wegfall des Fs so schon deutlich, aber die aussage darüber hinaus bzw. daneben/begleitend sollte doch auch mal betrachtet werden. für mich ist das logo also weder inhaltlich/kommunikativ und schon garnicht gestalterisch gut gelöst. das repräsentiert wirklich nichts gutes für den fb5. evtl. sollte da noch ein link gesetzt werden, der erklärt, dass optische gefälligkeit eine kommunikation ja nur abschwächen kann und das logo also bewusst nach nichts aussehen soll…;)
naja..nach den ferien ists ja auch vorbei…’glaub nicht, dass da im voraus am entwurf nochmal gerüttelt werden wird.
trotzdem: furchtbar!
und das leberwurstige beleidigtsein der pressestelle ist für mich mehr ausdruck der verweigerung nochmal den hintern hochzukriegen, was ja im prinzip noch ehrlich un irgendwo i.o. wäre, als, wie doch behauptet wird die sicherheit der perfekten lösung. aber will sich solche fehler oder eine faulheit schon eingestehen…hätte ich bestimmt auch nicht gemacht.
ferien!
Christians Aussage bestätigt meine Theorie, dass landläufig die Meinung gepflegt wird, dass ein Bachelor-Abschluss in Kommunikationsdesign soviel bedeutet, wie: “Kann fehlerfrei mit den nötigen Gestaltungsprogrammen umgehen und ist deswegen berechtigt als rechte Hand eines sehr kreativen Maschinenbauers dessen Ideen umzusetzen”. Folglich bedeutet der Master in diesem fach, dass man nicht nur fehlerfrei, sondern so richtig richtig gut damit umgehen kann.
Natürlich ist das eine überspitzte Darstellung, aber sie soll verdeutlichen mit welcher Einstellung hier herangegangen wird. Dass hier nämlich unserer Seite wohl kaum “geschmäcklerisches Denken” vorwerfen kann, ist wohl kaum tragbar. Wir lernen während unseres Studiums nicht Dinge hübsch zu machen (und dazu die Programme), sondern auch kritisch unser Handeln, sowie auch das Handeln anderer zu beurteilen.
Insofern glaube ich schon mehr Fachwissen einem Studenten des Kommunikationsdesigns zusprechen zu dürfen, als ihm scheinbar zugetraut wird.
Letztendlich ist mir, und ich denke auch nicht nur mir, nicht klar gewesen, dass ein rotes Kreuz soviel heißt, wie “KLICK MICH, HIER GIBT ES MEHR INFOS!”. Und das Argument “Wir haben nur positive Resonanz” ist auch ein Totschlag-Argument, das genauso von meiner Seite mit “Ich habe auschließlich und wirklich nur negative Resonanz erhalten und das nicht nur von Designern, sondern auch von mehreren Sozialpädagogen, einem Einzelhandelskaufmann, vier bis fünf Obdachlose und meinem Nachbarn, der mir gerade eine Tasse Zucker zurückbringen wollte.” entkräftet werden kann.
Ich denke, es ist jetzt an der Zeit die Studenten zu fragen, wie sie das Problem gelöst hätten.
Leider konnte ich mir keine unabhängige Meinung darüber bilden, ob das Kreuz negativ auf mich wirkt im Sinne von “Wegrationalisierung”, da ich die Website erst gesehen habe, nachdem die Kritik gepostet wurde.
Aber: Schafft es nicht mehr Verwirrung, wenn jetzt nochmal am Übergangslogo gewerkelt wird? Da kann ich die Bedenken der Pressestelle schon ein wenig verstehen. Man sollte wohl eher Schadensbegrenzung betreiben und noch einen Hinweis dazustellen, der zum Draufklicken animiert.
Denn ich wäre ebensfalls nie auf die Idee gekommen, auf das Kreuz zu klicken, um zu mehr Informationen zu gelangen.
Natürlich erwarten wir nicht, dass eines der Vorschläge übernommen wird. Das wäre wahrscheinlich zuviel verlangt.
Ich stimme dir aber zu, dass das Fehlen eines Vermerks zu weiteren Verwirrungen führt und dass man das nachträglich hinzufügen sollte.