Typography…4you +++special+++
so nach dem ganzen Prüfungstress, denn ganzen Diskusionen über “Kreuz gut” oder “Kreuz nicht gut“, ist es endlich mal wieder an der Zeit etwas Typo und Design auf diesen Blog zu bringen.
Dem interessierten Leser dieses Blog ist es sicher nicht entgangen das meine Wenigkeit in den letzten Wochen das ein oder andere typografische Fundstück präsentiert hat.
In diesem “Typography…4you” will ich unsere Semester Ergebnisse aus dem WS 2008/09 des Schriftentwurf Projektes bei Prof. Huber präsentieren.

vorab will ich mal kurz los werden, dass ich persönlich jede menge spaß in diesen Semseter hatte…die Arbeit mit euch, Malte und Herrn Huber, war für mich sehr entspannt und ich denke die Arbeiten können sich zeigen lassen.
doch fangen wir an, die Grundidee der Aufgabenstellung war es eine Schrift zu entwickeln, unter dem Motto “Botanischer Garten”.
“Arians” von Anne Arnhold, 3. Sem.
Nach langem experimentieren mit Schriftwerkzeugen, tat sich langsam ein System auf, nachdem meine Minuskeln und Versalien entstehen sollten. Ohne Serifen und anderen Spielereien sollten sie sein, aber doch organisch und nicht allzu beherrscht und abgeklärt. So enstanden Skizzen, Schablonen und Aufzeichnungen. Diese Aufzeichnungen wurden anschließend eingescannt und als Vorlage verwendet. Mit dem Programm Fontlab wurde der Abstand, die genauen Proportionen und Positionen der Buchstaben festgelegt. Nach vielen Stunden der Bearbeitungsphase ist nun der einzigartige Font ARIANS entstanden.
“Thuja” von Teja Häuser, 3. Sem.
Thuja nennt sich der grüne Lebensbaum, und auch die von mir entworfene Schrift. So verworren, wie sich die Äste des Baumes um den Stamm winden, so krakeln sich meine Buchstaben aneinander. Zunächst habe ich mit verschiedenen Werkzeugen experimentiert, unter anderem auch mit Zimtrinde, bis ich zu einem vom Malen und Zeichnen völlig verklebten Pinsel kam, der meine feinsäuberlichen Pinselstriche zerstörte und neue Formen mit illustrativen Charakter schuf. Der Prozess des Wachsens und Zerfallens findet sich in der Schrift wieder und ordnet sich erstaunlicher Weise doch wieder zu einem harmonischen Gesamteindruck.
“Poales” von Sandra Lubahn, 3. Sem.
Der Anspruch bestand darin, eine Schrift zu entwickeln, welche den Charakter des Botanischen Gartens repräsentiert. Die entstandene Schrift Poales wurde mit einem Spitzpinsel gezeichnet, um einen starken Kontrast zwischen Grund- und Haarlinie und eine zügige Bewegung zu erreichen. Weiterhin verhalten sich die Ober- und Unterlängen expressiv zur x-Höhe. Diese Eigenschaften prägen eine Schrift, die fi ligran, lebendig und dennoch geordnet erscheint. Der erhaltene Pinselduktus unterstreicht ihre Natürlichkeit.
“Lehmann_01″ von Katharina Lehmann, 3. Sem.
Verschiedene bereits bestehende Schriften wurden analysiert. Die mit geschwungenen Formen, die aus ursprünglichen Handschriften hervorgegangen sind, waren interessant, da sich in diesen die abgerundenten Formen der Natur wiederspiegeln. Um den abgerundenten Formen sehr nahe zu kommen, wurden zunächst Buchstaben in verschiedenen Ausführungen und Formen mit Flachpinsel und Tinte auf Papier gebracht. Der Buchstabe „h“ wurde dabei exemplarisch für das gesamte Alphabet genutzt, da bei diesem die am häufi gsten auftretenden Linien und Formenkombinationen auftreten. Für immer wiederkehrende Linien und Rundungen bei verschiedenen Buchstaben wurden Schablonen erarbeitet, um eine Einheitlichkeit durch das gesamte Alphapet zu gewährleisten.
“Squiggle IK” von Ines Kasper, 3. Sem.
Die Schrift Squiggle IK entstand für den Botanischen Garten Berlin. Grundidee war es, aus den Schriften “Ubuntu-Title” und “SecesjaPL” ein Zwischending zu finden. Die Schrift sollte – passend zum Thema – floralen und organischen Charakter haben, jedoch nicht zu verschnörkelt und überladen wirken. Für eine schlichte Gestaltung entschied ich mich deswegen für eine serifenlose Schrift. Um klare und gleich-dicke Linien zu erzielen, wählte ich als Werkzeug einen Filzstift.
“Thadeus” von Maximilian Möller, 3. Sem.
Grundüberlegung für diese Schrift war, eine Schrift für den botanischen Garten zu entwickeln, die zum einen einen stark handschriftlichen Charakter aufweisen, gleichzeitig aber Formen einer Grotesken – wie etwa der Officina – mit den Proportionen sogenannter Jugendstil-Schriften verbinden
sollte. Als Schreibwerkzeug hat sich ein pinselförmiger Tintenstift bewährt. Durch das Schreiben mit diesem Werkzeug entwickelten sich mit der Zeit die charakteristischen Merkmale der Thadeus:
· „Pseudo“-Serifen als An- und Abstriche
· Spitze, fast waagerechte Bögen
· Stark kontrastreiche Striche
“Botan Serif” von Sven Neumann, 3. Sem.
Bei der Entwicklung meiner Schrift zum Thema Botanischer Garten war es mir wichtig, eine Schrift zu entwerfen, welche als Auszeichnungs- und Fließtextschrift für verschiedenste Publikationen des Botanischen Gartens verwendet werden kann. In der Entwurfsphase war es mir wichtig, herkömmliche Arbeitsmittel wie Breitfeder, Flachpinsel und Rohrfeder zu verwenden, um einen klassischen handschriftlichen Charakter zu erzeugen. Beim Arbeiten mit diesen Werkzeugen stellte sich die Rohrfeder als optimales Arbeitswerkzeug heraus. Mit ihr gelang es mir, deutliche, organische Formen zu schreiben, welche den typischen, handschriftlichen Charakter nicht verlieren.
“Botanika” von Jens Schittenhelm, 3. Sem.
Die Kraft der Entwicklung liegt im Wachstum – Dieser Leitsatz spielte beim gesammten Gestaltungsprozess – von der Entwurfstheorie über die ersten Skizzen bis hin zum digitalen Zeichensatz – durchgehend das Motiv. Die Form bekam die Botanika durch die Blätter der Pflanze Phoenix canariensis – gemein auch als Dattelpalme bekannt. Diese wurden nach einem bestimmtem Raster auf Millimeterpapier gelegt und fi xiert. Hierbei entstanden Charaktereigenschaften die botanisch und organisch anmuten. Der Computer war in diesem Fall nur ein Werkzeug, um diese zu simulieren.
“Grow” von Ronald Schmidt, 3. Sem.
Durch die Anwendung der Rohrfeder als Werkzeug, entdeckte ich den Charakter meiner Schrift. Aufstrebend, freilebig und dynamisch gestalteten sich die Buchstaben. Angepasst an das Organische der Natur, ist die aufsteigende Linie das prägende Element in meiner Schrift. Nach zahlreichen Schriftübungen konkretisierte sich mein Font immer weiter, wobei sich der Fontcharakter verfestigte. Meine Schriftskizzen dienten mir als Vorlage zur Digitalisierung der Schrift. Wie alles in der Natur hat mein Font das Potential zu wachsen.
“rondus” von Christoph Schulz, 3. Sem.
Die rondus enstand zunächst aus mehreren Konstruktions-Experimenten mit Bleistift. Ich wollte eine Schrift gestalten, die trotz einer notwendigen Ordnung genug Spielraum für Unerwartetes bietet – Buchstaben, die sich ähnlich wie gepflegte Pflanzen verhalten. Als die Grundformen relativ klar waren, schrieb ich die Buchstaben mit einem flachen Permanent Marker nach, um die Strichführung natürlicher zu gestalten.
“Flora” von Natalie Schöttler, 3. Sem.
Die Flora entstand zunächst aus mehreren kalligraphischen Experimenten, bei denen ich als Werkzeug ein mit Teilen eines Metallschwamms umwickeltes Wattestäbchen verwendete. Dadurch ergaben sich sehr eigenwillige Kratzspuren und Spritzer auf dem Papier, die aber das ursprünglich gewünschte Ergebnis der Schrift nicht umsetzbar machten. Die Flora sollte schließlich eine klassische, elegante und dynamische Schrift mit dezenten „floralen“ Elementen werden. Deswegen entschied ich mich letztendlich für das Schreiben mit dem Pinsel, um eine klarere Linienführung zu erzielen und einen lebendigen Charakter beizubehalten.
“botanica” von Susanne Barth, 3. Sem.
Bei der Entwicklung dieser Schrift war es mir wichtig Authentizität beizubehalten. Aus diesem Grund wählte ich einen Aufbau, der auf der Fibonaccispirale basiert. Ausgehend von diesem Element erhält die Schrift einen natürlichen Charakter. Als Werkzeug verwendete ich einen Permanentmarker 1 mm. Die anfänglichen Skizzen wurden mit dem Calligraphy Automatic Pen geschrieben.
“Ignacio” von Rafael Scovino, 3. Sem.
Ein Garten wird mit Pflanzen assoziiert. Pflanzen mit Natur und freien Formen. Freie Formen bilden die Grundidee dieser Schrift. Alle Charaktere (Buchstaben) wurden aus schnellen, kurzen Pinselbewegungen abstrakter Kalligraphie geformt. So erscheint die Schrift handgeschrieben, im Unterschied zur Druckschrift, frei, fließend und lebendig, wo jeder Buchstabe aus einer schnellen (nahezu individuellen) Bewegung gezeichnet wird.
“Botanik” von Katrin Voigt, 3. Sem.
Inspiriert duch Jugendstilschriften, wurden die ersten Entwürfe mit einem Flachpinsel geschrieben, um weiche Formen, sowie Kontrast innerhalb der Buchstaben zu erziehlen. Mit Hilfe von Buchstabenschablonen und Zeichnungen auf Transparentpapier wurden Formen kombiniert, um ein harmonisches Erscheinungsbild zu schaffen. Grundgedanke ist, eine Assoziation mit floralen Elementen zu erzeugen und trotzdem eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten, da die Botanik für das Leitsystm des Botanischen Gartens verwendet werden kann.

















Whow! Ehrlich, da ist ja eins besser als das andere!
tolle schriften, allesammt. aber hier und da gibt es einige besonders schöne buchstaben, die mal ganz anders sind als man es gewohnt ist.
könnt ihr hier im blog nicht mal nen shop integrieren und dann da die schriften oder auch andere studentische arbeiten zum kauf anbieten.
bei der ein oder anderen schrift würde ich zuschlagen.
wär aufjedenfall eine überlegung werd und ma schaun…vl. kann man da ja was machen…denn so gott und malcolm will gibts in diesem Monat nochn update des Blog und dann könnte man sowas integrieren.